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Kommt ein Vogel geflogen? – Twitter soll nach Köln #twithubcgn

Eigentlich müssten es ja die Spatzen von den Dächern pfeifen. Wo wird Twitter sein Deutschlandbüro eröffnen? In Köln läuft gerade eine große Social-Media-Kampagne, Twitter an den Rhein zu holen, initiiert hauptsächlich von der Kölner Internet-Union (KIU), einem Berufsverband regionaler Internetunternehmer. Anfang des Jahres erklärte Jack Dorsey, einer der Gründer von Twitter, in München, dass Twitter in Deutschland ein Büro eröffnen will. Der natürliche Favorit für das Deutschland-Büro wäre wohl Hamburg, wo schon zwei andere Netzwerk-Giganten Zweigstellen haben: Facebook und Google sitzen bereits dort. Doch die KIU gibt sich Mühe, etwas anderes in die Waagschale zu werfen: Eine lebhafte Community.

Twitter und Deutschland, das ist noch keine Liebesbeziehung, auch wenn die Nutzerzahlen langsam steigen. Ich persönlich kann das nicht ganz verstehen. Für mich ist Twitter unter allen Netzwerken immer noch mein Favorit. Facebook ist nett, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, aber bleibt zumindest für mich in erster Linie ein privates Tool. Google+ ist nach wie vor etwas zu unterentwickelt für mich. Aber Twitter lebt richtig, es vergeht kein Tag, an dem ich über Twitter nicht irgendwas Interessantes mitbekomme, auf spannende Menschen stoße. Auch Köln habe ich mit Twitter schon auf neue Art entdeckt, zum Beispiel einen sehr netten Twitter-Fußballstammtisch.

Genauso auf solche Aktionen setzt Jürgen Walleneit, Vorstand der KIU, mit dem ich letzte Woche gesprochen habe: “Es gibt soviele Twitter-Stammtische, Twittagessen, Twitter-Meetings in Köln. Wenn Twitter nach Köln käme, könnten solche Aktionen auch mal direkt bei denen im Büro stattfinden.” Er hofft, dass eine rege Community für Twitter mit ausschlaggebend bei der Standortwahl ist. Unter dem Hashtag #twithubcgn zeigen Kölner nun seit ein paar Wochen, dass sie Twitter am Rhein haben wollen, idealerweise noch direkt an @jack gerichtet, dem Account von Jack Dorsey. Und so langsam nimmt die Kampage richtig Fahrt auf: Am 27. Februar zog ein von der Agentur Denkwerk gebastelter blauer Twittervogel durch die Domstadt und zeigte schon mal, wie es aussehen könnte, wenn hier künftig die Twitterhauptstadt Deutschlands ist. Und auf YouTube laufen immer mehr Videos ein, in denen Menschen erklären, warum sie Twitter hier haben wollen.

Für Köln wäre das Ganze in erster Linie natürlich ein Image-Faktor, meint auch Jürgen Walleneit. Ein Zehn-Mann-Büro wird die Wirtschaftslandschaft der Stadt zunächst nicht verändern. Aber sicherlich macht es die Stadt attraktiv für andere Start-Ups. Langfristig könnte Köln schon davon profitieren, und wer sich selbst als “Internetstadt” positionieren will, der muss auch mal einen dicken Fisch an Land ziehen.

Ich persönlich fände es natürlich auch sehr cool, Twitter in meiner neuen Heimat zu haben. Ich denke schon, dass das für eine Community vor Ort ein richtiger Schub wäre. Und natürlich böte es die Möglichkeit, auf dem kurzen Weg mal eines der spannendsten Netzwerke der Welt ganz nah kennenzulernen. Und darauf hätte ich schon Bock. Also:

Ich vs Ich

Ich habe zwei Twitteraccounts, einen privaten und einen, den ich beruflich nutze. Das schöne Tool Visual.lyzeigt sie im Vergleich.

Twitter-battle