Neu im Abo (XI) – Mit Hinsehen fängt es an: NRW-Naziwatch

In diesen Tagen wurde ja wieder ziemlich viel über den Terror von Rechts geredet. Präzise: Über den Terror von Rechts, den der deutsche Staat in einem beispiellosen Versagen über Jahre zugelassen hat. Doch wenn der Staat versagt, bleibt den Bürgern nur eins: Selbst in die Bresche zu springen. Das Blog NRW Rechtsaußen zeigt, wie es mit einfachen Mitteln gehen kann.

Es war ja nicht so, dass da urplötzlich eine Gruppe Nazis aus dem Gebüsch gesprungen kam, von der niemand was wusste. Nein, die Zwickauer Zelle war bekannt, aber die Sicherheitsbehörden ließen sie gewähren. Vermutlich (und hoffentlich nur) aus Inkompetenz. Dabei wäre es so einfach gewesen: Man hätte einfach mal genau hinsehen müssen, was diese Spinner wirklich vorhatten. Tatsächlich fängt der Kampf gegen Rechts immer mit diesem anscheinend so einfachen Mittel an: Hinsehen! Nicht blind sein gegenüber der alltäglichen Präsenz der Neonazis in unserer Gesellschaft. Nur ein ganz frisches Beispiel: Die Verleihung eines Karnevalsordens an einen stadtbekannten Neonazi in Aachen. Ähnliche Dinge passieren tagtäglich in Deutschland, oft unbemerkt, weil die Menschen aus Angst, Feigheit oder schlicht Dummheit ihr Maul nicht aufkriegen.

Der DGB in Dortmund macht vor, wie es gehen kann. Auf seinem Neonazi-Watchblog dokumentiert er das Treiben rechter Kreise in NRW. Oft einfach nur über Presseschauen. Aber so fängt es an. Allein die Häufigkeit, mit der dieses Blog geupdated wird, sollte zu denken geben. Deshalb an alle: Augen aufhalten, Mund aufmachen, kein Platz für Neonazis. Ende. Aus.

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