Monatsarchiv: Oktober 2011

Neu im Abo (III) – Gezeichnete Geschichten

Manchmal braucht es nicht viel, um ein Produkt massentauglich zu machen. Im Falle von Comics war es die Umbenennung in Graphic Novels, die sie vom Kinderkram zum Feuilleton beförderte. Inzwischen haben alle großen und erst recht viele kleine Buchhandlungen eine mehr oder weniger große Auswahl an Graphic Novels im Programm. In Mainz ist die junge Buchhandlung mit dem schönen Namen “Bukafski” eine gute Adresse in Sachen Graphic Novels. Dort wurde ich auch auf die Seite Graphic-Novel.info aufmerksam, die genau die Richtige ist, wenn man auf diesem Markt nichts verpassen will.

Ich lese gerne Comics, aber nur weil sie gezeichnet ist, finde ich eine Geschichte nicht automatisch lesenswerter, als wenn sie als Roman geschrieben wäre. Deshalb ist eigentlich absurd, in Buchhandlungen eine eigene Ecke für Graphic Novels zu machen, und auf diesen Haufen alles draufzuwerfen, was Bildchen statt Absätze enthält. Wäre es nicht sinnvoller, Comics ebenso nach den Literatur-Genres zu sortieren wie Romane? Naja, fast. Denn Comicliebhaber wie ich finden es vielleicht doch ganz angenehm, wenn sie sich nicht erst durch Charlotte Roche, Stig Larsson und Hape Kerkeling wühlen müssen, um zu den wirklich interessanten Werken zu kommen. Wer genau wie ich an Neu-Erscheinungen auf dem Comic-, bzw. Graphic Novel-Markt interessiert ist, bleibt bei Graphic-Novel.info immer auf dem Laufenden.

Feed-Adresse des Graphic Novel-Blogs: http://www.graphic-novel.info/?feed=rss2

Eigentor: Ausschluss der Presse bringt Sportausschuss in die Schlagzeilen

Tja, so kann man auch Aufmerksamkeit bekommen: Der Sportausschuss des Bundestages, sonst eher selten Objekt intensiver Berichterstattung, landete auf einmal prominent in den Schlagzeilen. Der seit 2005 öffentlich tagende Ausschuss hat sich mit den Stimmen von CDU/CSU/FDP wieder hinter verschlossenen Türen verschanzt; und sich damit ein sattes Eigentor geschossen. PR-technisch kann man die Aktion von Klaus Riegert (CDU) jedenfalls als Voll-Flop verbuchen. Eigentlich war ja ihr Ziel, die Berichterstatter loszuwerden, mit diesem vermeintlichen Coup haben die Sportpolitiker nun den Fokus erst recht auf sich gelenkt. Das Presseecho war jedenfalls beachtlich.

Wenn man einschlägige Blogs wie den von Jens Weinreich verfolgt, muss man ohnehin den Eindruck haben, dass der Sportausschuss des Bundestages nicht unbedingt ein brummender Stock fleißiger Bienen ist. Eher scheinen hier Kulissenschieber am Werk zu sein, die sich eifrig darum bemühen, den Eindruck der schönen, heilen Sportwelt aufrechtzuerhalten. Man muss aber auch sagen: Trotz des eifrigen Bloggens etwa eines Jens Weinreich oder Daniel Drepper, so richtig Notiz hat die Öffentlichkeit von diesem Ausschuss bisher nicht genommen. Das dürfte nun anders sein.

Abenteuerlich ist die Begründung für den Ausschluss der Öffentlichkeit: Man wolle wieder effektiv arbeiten. Häh? Das heißt, solange Journalisten im Ausschuss dabei sitzen, können die Politiker nicht arbeiten? Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, als würden die Berichterstatter dort Polka tanzen, während sich die Sportpolitiker verzweifelt darum bemühen, den Kampf gegen Doping angemessen zu unterstützen. Ehrlich gesagt stelle ich eher die Qualifikation eines Politikers in Frage, wenn er nicht in der Lage ist, unter Beobachtung der Öffentlichkeit seine Position angemessen zu vertreten. Sollte das nicht eine seiner wichtigsten Eigenschaften sein? Klaus Riegert hat erklärt, es sei ein Privileg der Presse gewesen, bei dem Ausschuss dabei sein zu dürfen. Falsch! Es war ein Privileg, dass sich immer wieder Journalisten in die Sitzungen verirrt haben, um direkt bei der Ausübung von Demokratie dabei zu sein und den Bürgern davon zu berichten. Darüber müsste sich eigentlich jeder Politiker freuen!

Nun, wenn sich die Hoffnung von Jens Weinreich erfüllt, wird die Aktion von Riegert und Co. zum Bumerang werden. Eine Tür haben die Sportpolitiker vielleicht zugeschlagen. Aber wenn es gut läuft, werden bald die Wände um sie herum eingerissen.

Drei Filmkritiken – Troll Hunter, Submarine, Contagion

Troll Hunter

Bei großen Staatsverschwörungen denkt man meistens eher an die USA, Russland oder irgendwas mit Volksrepublik im Namen. Doch auch ein beschauliches, skandinavisches Idyll wie Norwegen hat seinen Geheimnisse. Tief in den norwegischen Bergen hausen nämlich wilde Trolle: Große, gefährliche Raubtiere, irgendwo zwischen Bär und King Kong angesiedelt. Zum Glück gibt es in Norwegen reichlich Platz, die Viecher vor der Bevölkerung zu verstecken. Und wenn sich doch mal einer aus dem Reservat wagt, gibt es ja noch ihn: Den Trolljäger, der sich furchtlos mit den stinkenden Biestern anlegt.

Es ist ein absurd-komischer Film, der aus Norwegen zum Liebling vieler Filmfeste wurde. Und er wird noch absurder dadurch, dass Regisseur André Ovredal beschloss, zum Stilmittel der “Mockumentary” oder “Fake-Doku” zu greifen. Seit dem Blair-Witch-Projekt kommen diese gruseligen Schein-Dokus immer mal wieder ins Kino und eigentlich hat man auch schon seit der Hexenjagd durch Herbstwälder genug davon. Bei Trolljäger funktioniert das Ganze trotzdem ganz gut. Die pseudo-wissenschaftlichen Erklärungen zur Lebensweise der Trolle geben dem Film eine nette Ironie, gekreuzt werden sie mit fantastischen Landschaftsaufnahmen, und außerdem gibt Ovredal dem Zuschauer auch das, was er sehen will: Trolle in allen Größen und Formen. Die sind ansehnlich getrickst, wenn auch nicht wirklich gruselig. Wer von Fake-Dokus nicht per se abgeschreckt wird und genug schwarzen Humor mitbringt, um sich auf das Troll-Szenario einzulassen, wird von Troll Hunter passabel unterhalten.

Submarine

Ahh, British Comedy, was wären wir nur ohne dich. Während man in den USA anscheinend nur über Fürze und andere Ausscheidungen lachen kann, dominiert in deutschen Kinos auch 17 Jahre nach “Der bewegte Mann” noch der verkrampfte Mann-Frau-Beziehungshumor. Nur auf der Insel, so scheint es, kann man einfach noch über das Lachen, worüber es sich am meisten zu lachen lohnt: Über das Scheiß-Leben, das einem so passiert.

Der 15-jährige Oliver macht halt so das, was man als 15-Jähriger, unterdurchschnittlich attraktiver und nur halbcooler Teenager so macht: Sich das erste Mal verlieben, sich für intellektueller halten, als man ist und zwischendurch die Ehe der Eltern retten. Das Wichtigste dabei: Bloß nicht zu sehr auffallen, immer schön unter dem Radar bleiben. Wenn das nur so einfach wäre.

Es gibt genug Filme übers Erwachsenwerden, so viele, dass man meint, es bräuchte keinen weiteren. Und dann ist man doch froh, dass Richard Ayoade dieses kleine Meisterwerk gedreht hat. Es ist die große, kleine Geschichte vom zum-Mann-werden, während die Erwachsenen um einen herum sich anscheinend wieder wie Teenager aufführen, die Ayoade erzählt und die jeder von uns selbst erlebt hat. Und obwohl Ehekrisen, Depressionen und Krebs eigentlich nicht witzig sind, muss man immer wieder lachen, weil es anders einfach nicht ginge. Submarine ist genau der richtige Film, wenn man mal wieder die Schnauze voll von allem hat. Danach weiß man, das man zumindest nicht alleine mit der Scheiße ist.

Contagion

Nichts jagt einem mehr Schauer über den Rücken, als wenn etwas Alltägliches plötzlich zur tödlichen Bedrohung wird. Nach Contagion jedenfalls wird man eine zeitlang bei jedem Husten, bei jedem Keuchen eines anderen Menschen unwillkürlich zusammenzucken.

Bei all den Finanz- und Euro- und Wirtschaftskrisen haben wir ja schon fast wieder vergessen, dass wir vor gar nicht allzulanger Zeit noch wegen etwas anderem hyperventilierten: Das H1N1-Schweinegrippen-Virus hielt uns vor zwei Jahren buchstäblich in Atem. Panisch wurde Impfstoff herausgegeben, vor einer globalen Epidemie gewarnt, und ja das Händewaschen nicht vergessen. Als der Angstschweiß verflossen war, musste man feststellen: Alles noch mal gut gegangen, war alles halb so schlimm. Auf dem millionenschweren Impfstoff allerdings bleiben wir sitzen.

Steven Soderbergh hat die Entwicklungen von damals jetzt mit einem All-Star-Cast verfilmt, allerdings unter veränderten Vorzeichen: Gwyneth Palttrow, Matt Damon, Laurence Fishburne, Kate Winslet, Marion Cotillard, Jude Law (und in einer kleinen Nebenrolle Armin Rohde) sehen sich tatsächlich einem tödlichen, sich schnell verbreitenden Virus gegenüber. Alles, was bei der Schweinegrippe nur befürchtet wurde, lässt Soderbergh wahr werden. Es hat sich nichts geändert: In einer global vernetzten Welt ist die Verbreitung eines Erregers nur eine Frage von Tagen, woran uns Soderbergh mit grausig-banalen Nah-Aufnahmen von Erdnussschalen, Wassergläsern und Händedrücken immer wieder erinnert. Als kleinen Subtext serviert er uns außerdem die zweite Seuche, die sich um die Welt ebenso schnell verbreitet hat: Genauso wie die Krankheitsviren gehen Gerüchte um die Welt, vermengen sich mit Informationen zu Halbwahrheiten, die von den Medien, von Bloggern zu einem noch gefährlicheren Cocktail verrührt werden.

Soderberghs Film verläuft fast schon dokumentarisch, mit einer angesichts von Millionen von Toten beinahe erschreckenden Gradlinigkeit, ist aber dennoch spannend und von den Darstellern (kein Wunder) sehr eindringlich rübergebracht. Wer nicht zu Paranoia und/oder Hypochondrie neigt, sollte ihn sich ansehen. Hust!

Traumzeit

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Wenn mich das Orm nur einmal so durchströmen würde wie den einzigartigen Mythenmetz…

Ronny Blaschke in Mainz

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In dieser Woche war ich bei einem Vortrag (eine Lesung war es eher nicht) von Ronny Blaschke über sein Buch über Neonazis im Fußball. Hier ist mein Bericht dazu aus der Mainzer Rhein-Zeitung.

Neu im Abo (II) – Very british film reviews

Über Filme zu reden (und zu schreiben) macht nicht nur mir unheimlich Spaß. Es aber auf eine Art und Weise zu tun, die auch anderen Spaß macht, ist seeehr schwer. Viele Filmkritiken im Feuilleton sind unlesbare, möchtegernphilosphische Abhandlungen, umgekehrt machen User-Reviews im Stil von “Supergeile Action, wer braucht schon Handlung” irgendwie auch nicht Lust aufs Kino. Vor einiger Zeit entdeckte ich dann Kermode and Mayo’s Film Review von Radio BBC 5 live.

Die beiden Briten machen die vielleicht beste Kino-Sendung, die es gibt. Im Stile des odd couple rezensieren “Dr. K” and Simon jede Woche die britischen Neustarts, meist gibt es auch einen Studiogast. Eine Podcast-Episode geht meist etwa anderthalb Stunden, und jedes Mal wünsche ich mir, dass die Show noch nicht zu Ende wäre. Besonders schön: Die beiden verfallen nicht dem anstrengenden, reflexartigem Arthouse-Lobhudeln, das die meisten anspruchsvollen Filmkritiker so nervig macht. Nein, hier dürfen Kritiker-gehypte Filme von Godard oder Lars von Trier einfach mal “rubbish” sein.

Zudem wird auf vorbildliche Weise Social Media genutzt: Nicht nur, dass auch Zuschauerreviews immer wieder vorgelesen werden, man kann die beiden während der Show antwittern und die meisten Rezensionen werden auf ihrem YouTube-Kanal online gestellt. Nicht zuletzt empfehle ich, quasi als Zusatz-Abo, das Blog des guten Dr. K, in dem er regelmäßig seine persönlichen Ansichten zum Film-Business zur Diskussion stellt.

http://www.bbc.co.uk/emp/external/player.swf

Neu im Abo (I)

Ich versuche es jetzt mal mit einer neuen, ersten, regelmäßigen Reihe hier im Blog. Ab sofort will ich versuchen, jeden Samstag ein interessantes Blog, einen Twitteraccount, einen Newsfeed, Podcast, etc. vorzustellen, auf die ich kürzlich gestoßen bin und die ich jetzt regelmäßig verfolge. Den Anfang mache ich in dieser Woche mit

 

DanielDrepper.de

 

Auf Daniel Dreppers Blog bin ich bei der Sportkonferenz in Köln gestoßen, von wo er live gebloggt hat, genauso wie später in einem unfassbaren Marathon von der Play-the-Game-Konferenz. Er berichtet auch regelmäßig aus dem Sportausschuss des deutschen Bundestages. Sportpolitische Berichterstattung wird von der ständig rotierenden Jubelmühle des Fernsehens aus Bundesliga, Biathlon-Weltcups und Sommermärchens meistens zermalmt, deshalb umso schöner, dass es Blogger gibt, die hinter die Kulissen gucken wollen. Daniel Drepper ist erst 25 Jahre alt, schreibt aber wie ein alter Hase über Sportpolitik. Ich habe ihn mir in meine Feedliste gepackt und freue mich darauf, ab jetzt regelmäßig von ihm zu lesen.

Sportblogger auf der DLF-Konferenz: Zwischen Chance und Perspektivlosigkeit

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Mich als Sportblogger zu bezeichnen, ginge wahrscheinlich zu weit (obwohl ein Fußballblog von mir ja sogar noch als Webleiche vor sich hin verwest…). Aber wie ihr hier ja mitlest, schreibe ich auch immer wieder gerne mal ein paar Zeilen zu Sportthemen. Sport, insbesondere Fußball, bewegt mich eben doch sehr, also findet sich das auch hier wieder. Als ich mitbekam, dass eine mit Top-Referenten besetzte Sportjournalistenkonferenz quasi direkt bei mir um die Ecke beim Deutschlandfunk stattfindet, dachte ich mir deshalb: Schau doch einfach mal rein. Vor allem, weil es bei dieser Konferenz nicht darum ging, wie ich noch mehr Bundesligaberichte hinkriege, sondern eher sportpolitische Berichterstattung im Vordergrund stand.

Insbesondere interessierte ich mich für eine Runde, in der drei der bekanntesten Sportblogger Deutschlands über “Neue Märkte der Sportberichterstattung” diskutieren sollten. Kai Pahl von Alles außer Sport, Jürgen Kalwa, Ex-American-Arena, und Oliver Fritsch, Hartplatzheld und Indirekter Freistoßschütze, nahmen dem Thema leider ziemlich schnell den Wind aus den Segeln. Dabei hatte Jens Weinreich in seinem Eröffnungsstatement noch Mut gemacht: Die neuen Medien seien die Chance, die derzeitige Ohnmacht des Sportjournalismus gegenüber den Blatters der Sportwelt zu beenden. Echtzeitjournalismus, freier Daten- und Informationszugang, das Ende der allwissenden Journalisten, waren die Schlagworte des investigativen Großmeisters des bloggenden Sportjournalismus. Am Ende nahm er gar das Wort von einer Facebook-Revolution im FIFA-Land in den Mund. Das klingt doch alles nicht schlecht, dachte ich mir, und schon entstanden in meinem Kopf diverse Webseiten, mit denen man Sepp Blatter zu Fall bringen könnte.

Das Problem bei der ganzen Kiste wurde dann in der angesprochenen Dreier-Runde deutlich: Momentan ist (kritischer) Sportjournalismus im Web noch ein kostspieliges Hobby, das man besser mit anderen, geregelten Tätigkeiten absichert. Obwohl vor allem Pahl und Fritsch mit ihren Blogs bundesweit geschätzt werden, wollen oder können sie nicht davon leben. Fritsch verwies darauf, dass ihm seine Web-Aktivitäten zu einem Platz in der Redaktion von Zeit Online verholfen haben, immerhin. Doch das geht zu Lasten eben dieser Aktivitäten: Er sprach davon, Freistoß und Hartplatzhelden auf andere Schultern zu verteilen.

An diesem Punkt fehlen mir allerdings die Worte: Warum etwa eine Zeit Online-Redaktion nicht in der Lage ist, Oliver Fritsch weiter seine Freistoß-Tätigkeiten zu ermöglichen, ist mir schleierhaft. Ein hervorragendes Medienangebot geht ein, weil ein Großverlag den Blogger einkauft und damit dessen Blog kaputt macht. Entschuldigung, aber was ist das für eine Logik? Warum steht über dem Indirekten Freistoß in Zukunft nicht “Zeit Online präsentiert” und alles ist gut? Wenn die Perspektive des Sportbloggens sein soll, dass ich mir solange einen Namen blogge, bis mir ein gnädiger Verlag einen Job anbietet, der dazu führt, dass mein Sportblog kaputt geht, dann lasse ich es vielleicht lieber bleiben, oder?

Die beiden Amerika-kundigen in der Runde, Kalwa und Pahl, verwiesen darauf, dass es anders geht: Blogger werden in den USA als Kolumnisten genommen, Kolumnisten werden zu Bloggern, um es mal etwas verkürzt zusammenzufassen. Insgesamt, so der Tenor, ist die Web-Kultur in den USA auch und gerade im Sport viel offener als hierzulande. Na gut, dass wussten wir ja auch schon vorher.Schön wäre es, wenn auch in Deutschland solche Modelle funktionieren könnten, und zwar auch mal woanders als bei S.P.O.N..

Ein bisschen schade war es schon, dass das Trio nicht in der Lage war, eine etwas positivere Vision ihrer Tätigkeit zu zeichen. Ein wenig mehr Pioniergeist wäre schön gewesen, eine Perspektive, wie eine Perspektive des Sportbloggens aussehen könnte. Damit meine ich nicht, dass in Zukunft jedes Fanblog zu Fortuna Köln zu Geld gemacht werden muss. Aber das in der von Jens Weinreich beschworenen neuen Welt des Sportjournalismus so gar keine Märkte liegen sollen, kann ich nicht ganz glauben. Vielleicht sind sie nur noch nicht gefunden worden.

Das waren mal meine zwei Münzen zu dieser Runde, die ich trotz aller Ernüchterung durchaus interessant fand. Was sonst noch war bei der DLF-Konferenz, könnt ihr zum Beispiel bei Daniel Drepper nachlesen. Er hat mit zwei Kollegen ein Liveblog von dort organisiert. Guckt mal genau rein in den Text, ich bin auf einem Foto im Hintergrund zu sehen und werde sogar unbekannterweise mit einer Frage aus dem FIFA-Podium an Thomas Kistner zitiert, THX for that ;)

Des Weiteren empfehle ich auf der gleichen Seite auch das Liveblog zu der anschließenden Mega-Konferenz “Play the Game” zu lesen. Auch Jens Weinreich bloggt von der wichtigsten sportpolitischen Konferenz der Welt. Für alle, die wissen wollen, was hinter den Kulissen des Weltsports passiert, ist das Must-Read.