Wenn der Moschushirsch beim Blitzschlag röhrt…

… ist deine Pisse bald gestört, sagt eine nordkoreanische Bauernweisheit. Die Randsportart”dämliche Dopingausreden Erfinden” ist zuletzt etwas in Vergessenheit geraten. Immer noch amtierender Spitzenreiter ist “Chimäre” Tyler Hamilton, der einst einen noch im Mutterleib von ihm absorbierten (!) Zwilling als Erklärung heranzog, um sich vom Verdacht des Blutdopings reinzuwaschen. Nun ja. Gerne erinnern wir uns auch an die Zahnpasta von Dieter Baumann oder an den Schweinehund, der unserem Vorzeige-Junkie Jan Ulrich in der Dorfdisco was ins Glas gemixt hatte.
Doch die nordkoreanische Fußballmannschaft, bei denen jetzt immerhin fünf Spielerinnen positiv getestet wurden, ist Hamilton dicht auf den Fersen. Die Erklärung für den positiven Befunden: Eine Behandlung mit einem Moschushirsch-Cocktail nach einem, Achtung, Blitzschlag! Die Spielerinnen, so heißt es, seien vom Blitz getroffen worden und dann mit einem chinesischen Naturheilprodukt behandelt worden, das für die positive Dopingprobe sorgte. Die einzige Frage, die ich mir stelle, ist, ob es zum Doping in Nordkorea dazugehört, die Spielerinnen einem Blitz auszusetzen, möglicherweise, um ihnen Superkräfte zu verleihen, oder ob es tatsächlich ein Unfall war? Wenigstens haben die Verantwortlichen nicht versucht, die Spielerinnen alle zu Zwillingen ihrer selbst zu erklären, die sich gegenseitig mit Blut versorgen, wodurch bei Vollmond, wenn der Moschushirsch seinen Brunftschrei loslässt, es zu Wechselwirkungen mit Partydrogen kommt, die Jan Ulrich bei seinem letzten Nordkoreaurlaub in manipulierten Zahnpastatuben ins Land geschmuggelt hatte. Oder so ähnlich…

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